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Warum ich die Corona-App nicht installiere?!

 

Das erkläre ich dir in diesem Artikel. Außerdem schildere ich dir, wie die Corona-App funktioniert und nenne einige Zahlen, die ich zusammengetragen habe.
Der offizielle Name der App ist Corona-Warn-App. Landläufig wird sie nur Corona-App genannt.
Die meisten Menschen werden in den Suchmaschinen vermutlich nur Corona App eingeben.

Die App wurde am 16.06.2020 in Deutschland vom vom Robert Koch Institut veröffentlicht.
Natürlich installieren viele Menschen die App auf ihrem Smartphone. Genügend Panik wurde ja im Vorfeld in den Main Stream Medien erzeugt.
Mein Ziel ist es nicht, dir von der App abzuraten, sondern ich zeige dir meine Sichtweise und gebe dir lediglich die Möglichkeit, mal darüber nachzudenken und nicht blindlings der Aufforderung der Regierung zu folgen. Es gibt übrigens entgegen der Panikmache dafür keinen Zwang.
Es ist die freiwillige Entscheidung jedes einzelnen Menschen, ob er die App nutzt oder nicht.

Auch, wenn du meine Haltung nicht nachvollziehen kannst und ablehnst, lohnt es sich für dich, den Artikel zu lesen, denn ich habe sehr viele Informationen rund um die Corona-App zusammengetragen.
Deine Sichtweise kannst du gern in die Kommentare schreiben.

 

 

Was ist die Corona-App und wer steht dahinter?

 

Die Corona-Warn-App wurde im Auftrag der Bundesregierung entwickelt.

Auf der offiziellen Seite der Bundesregierung ist zu lesen:
„Die Corona-Warn-App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können wir Infektionsketten schneller unterbrechen. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich.“

„Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur haben die Unternehmen Deutsche Telekom und SAP die Anwendung entwickelt.
Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum CISPA standen hierbei beratend zur Seite.
Um die notwendigen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, wurden das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit eingebunden.
Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.“
Quelle: Website der Bundesregierung

Die Corona-App ist ein Open Source-Projekt im Auftrag der Bundesregierung. Open Source heißt, dass der Code der App öffentlich ist und viele Programmierer vorab in den Quellcode der App schauen, Fehler melden und so an der Entwicklung der App beteiligen können. 

Es handelt sich bei der Corona-App um eine sogenannte Tracing-App. Die englische Bezeichnung „Tracing“ bedeutet übersetzt „Verfolgung“.
Es geht dabei in der App aber nicht um die Verfolgung deines Standortes, sondern um die Verfolgung deiner Begegnungen mit anderen Menschen. Dazu weiter unten mehr.

 

Hier bekommst du die Corona-App

Falls du dich für die Corona-App entscheidest, kannst du sie für Android-Geräte im Google PlayStore herunterladen und für Apple-Geräte im AppStore.
Die Corona-Warn-App des Bundes hat eine eigene Homepage. Dort findest du ebenfalls die Links und kannst sicher sein, dass du keine Fake-App installierst.
Pass also auf, dass du wirklich nur von den offiziellen Seiten die App installierst und nicht auf Betrüger herein fällst, die deine Daten abgreifen wollen. Das gilt natürlich nicht nur für die Corona-App, sondern generell.

 

Corona-App im PlayStore

 

 

Wie funktioniert die Corona-App?

 

Wenn sich zwei oder mehr Menschen begegnen, die die App installiert haben, verbinden sich die Smartphones automatisch und tauschen Zufallscodes aus, die im jeweiligen Smartphone verschlüsselt gespeichert werden, ohne dass die Nutzer davon etwas erfahren.
Die gespeicherten Daten enthalten, wann die Begegnung stattgefunden hat, wie lange sie gedauert hat und wie groß dabei der Abstand zueinander war.
Weder Namen noch Standorte werden dabei erfasst.
Wenn sich herausstellt, dass eine Person nachweislich infiziert ist, kann sie freiwillig die eigenen Zufalls-Codes freigeben. Diese ermöglichen es anderen App-Nutzerrn, dass auf ihren Smartphones ihr Risiko berechnet wird.
Die App auf deinem Smartphone kontrolliert dann, ob du mit der infizierten Person Kontakt hattest, informiert dich darüber und gibt in dem Fall konkrete Empfehlungen, was wie zu tun ist.
Du kannst nun einen Test auf den Virus COVID-19 veranlassen und, falls du ebenfalls nachweislich infiziert bist, mit der App die Information an alle versenden.
Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, welche Personen, mit denen eine Begegnung stattgefunden hat, informiert werden. Kontaktpersonen erhalten keine Informationen über die Corona-positiv getestete Person.
Dein Smartphone weiß lediglich, dass es in der Nähe eines anderen Smartphones war, auf dem ein verifiziertes positives Testergebnis hinterlegt wurde.
Die gespeicherten Codes werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht, da die Inkubationszeit des Virus von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit 14 Tage beträgt.

Eins ist allerdings bisher problematisch: Bislang sind nur eher wenige Gesundheitsämter und Labore ausreichend gerüstet, um einen reibungslosen Ablauf mit der Corona-Warn-App zu gewährleisten.

 

 

Statusmeldungen der Corona-App

Du erhältst Statusmeldungen in deinen Benachrichtigungen über dein bestehendes Risiko, wenn du in die Nähe anderer App-Nutzer kommst.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen erhältst du jedoch keine Echtzeitwarnung, wenn du dich einer Corona-positiv getesteten Person weniger als zwei Meter näherst.
Bei 15 Minuten im Abstand von zwei Meter oder weniger wird ein „erhöhtes Risiko“ angezeigt. Die App zeigt jeweils das Risiko der vergangenen 14 Tage an.
Wer eine Warnung erhält, soll sich kostenlos testen lassen können – auch ohne Symptome.
Die Risiko-Benachrichtigung wird alle 24 Stunden aktualisiert, wenn die Risiko-Ermittlung aktiviert ist.

 

Es gibt diese drei Risikostatusinformationen:

 

Niedriges Risiko:

Die Person wird darüber informiert, dass die Risiko-Überprüfung ihrer Begegnungs-Aufzeichnung keine Begegnung mit nachweislich Corona-positiv getesteten Personen ergeben hat oder dass etwaige Begegnungen nicht über dem definierten Schwellenwert lagen.
Die Person wird über allgemein geltenden Abstandsregelungen und Hygiene-Empfehlungen informiert.

 

Erhöhtes Risiko:

Die Person wird darüber informiert, dass die Risiko-Überprüfung ihrer Begegnungs-Aufzeichnung ein erhöhtes Infektionsrisiko ergeben hat, da innerhalb der vergangenen 14 Tage Begegnungen mit mindestens einer Corona-positiv getesteten Person stattgefunden haben.
Die Person erhält die Verhaltenshinweise, sich, wenn möglich, nach Hause zu begeben bzw. zu Hause zu bleiben sowie mit seinem Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen und dort das weitere Vorgehen abzustimmen.

 

Unbekanntes Risiko:

War die Risiko-Ermittlung durch die Person nicht lange genug aktiviert, konnte zu diesem Zeitpunkt kein Infektionsrisiko berechnet werden. Die Person erhält die Statusanzeige „unbekanntes Risiko“.

Es wird ein automatisierten Prozess angestrebt, bei dem das Ergebnis „Test positiv“, sobald es vorliegt und die Person sich aktiv authentifiziert hat, auf das Smartphone übertragen werden kann.
Jede Person, die die App nutzt, muss aber immer erst selbst durch eine manuelle Bedienung mittels eines „Schiebeschalters“ in der App auf „positiv“ schalten.

 

 

Meine Meinung zur Corona App

 

Jeder, der diese Corona App auf seinem Handy installiert, loggt sich automatisch in die „kollektive Angstcloud“ ein, wie das mein Facebook-Freund Christian Breitschwerdt formulierte.
Damit steigt deren Infektionsrisiko signifikant.
Warum ist das so?
Weil du dann diesem Virus deine Aufmerksamkeit schenkst und deinen Fokus darauf ausrichtest. Du gehst damit in Resonanz und aktivierst das Gesetz der Anziehung (Gesetz der Resonanz).
Das ist ein Naturgesetz und wirkt, egal ob du daran glaubst oder nicht.

Zwei kleine Beispiele:

  • Wenn du schwanger bist, siehst du plötzlich überall schwangere Frauen oder Familien mit Kinderwagen.
  • Wenn du dir ein rotes Auto kaufen willst, siehst du plötzlich auf der Straße immer wieder rote Autos.

Richte deine Aufmerksamkeit auf positive Dinge in deinem Leben und du wirst ein ausgefüllteres, glücklicheres Leben führen.
Nur so war es mir möglich, meine langjährigen tiefen Depressionen zu überwinden, mich nicht von chronischen Schmerzen, Balkonstürzen, tiefer Beckenvenenthrombose und der Krebs-Diagnose unterkriegen zu lassen und anderen Mut zu machen.
Dass ich auch in meiner schweren Zeit als Mut-Macherin angesehen werde, ist nicht vom Himmel gefallen und wird mir täglich durch extrem tolles Feedback meiner Facebook-Freunde und in der speziellen Facebook-Gruppe vermittelt.

 

Nicht wegen des Datenschutzes

Übrigens, weil viele wegen des angeblich fragwürdigen Datenschutzes die App ablehnen: 
Das ist für mich nicht der Grund, denn ich bin ohnehin im Internet ein offenes Buch.
Probier´s aus! Du brauchst nur mal nach Roswitha Uhde googlen. Da erfährst du eine ganze Menge über mich.

Und … Google weiß ganz genau, wo ich mich den ganzen Tag aufhalte, wenn ich die Ortung vergesse auszuschalten, was ich im Internet so treibe, wofür ich mich interessiere und was ich kaufe. Auch Amazon weiß ziemlich gut über mich Bescheid. Ich kaufe dort nicht nur oft ein, sondern informiere mich auch zu Trends wie in Google und YouTube, damit ich schnell erfahre, wie ich dir helfen kann.

Facebook weiß noch viel mehr über mich, privateste Sachen, die ich mit meinen Freunden teile (wie gerade die Chemo-Therapie gegen meinen Untermieter), wofür ich mich interessiere und was ich für eine Einstellung habe.  WhatsApp hat längst mein Telefonbuch synchronisiert und vermutlich zur NSA übertragen. Auch meine Konversation auf WhatsApp und im Messenger (beides Dienste von Facebook) liegen auf etlichen Servern über die ganze Welt verteilt.
Wir alle wissen ganz genau, wie mit unseren Daten umgegangen wird, und nutzen dennoch WhatsApp uneingechränkt.
Es gibt einen Artikel von mir zu den WhatsApp-Alternativen.
Wie oft habe ich versucht, meine WhatsApp-Kontakte zu Telegram oder Signal zu lotsen, aber es ist mir bisher nur eingeschränkt gelungen. 

Microsoft weiß auch ganz genau, was ich mit meinem PC anstelle.
Ich habe etliche Chrome- und Firefox-Erweiterungen auf meinem PC, Laptops und in meinen Smartphones und Tablets und viele Apps installiert, bei denen ich nicht sicher bin welche Daten da übertragen werden.
Also kommt es auf eine App mehr oder weniger nicht an, auch wenn sie der deutschen Regierung Daten über mich liefert. Wobei der Datenschutz lt. Regierung gewährleistet sein soll und die App nicht erkennt, wer ich bin.
Das ist also nicht der Grund, warum ich die Corona-App nicht installiere.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Natürlich finde ich es überhaupt nicht in Ordnung, dass wir immer gläserner werden.
Es gibt einige Möglichkeiten, sich bis zu einem gewissen Grad dagegen zu schützen.

Jeder entscheidet natürlich selbst. Angst ist allerdings ein schlechter Berater.
Wie entscheidest du dich?

 

Deine Privatsphäre schützen

Komplett unsichtbar im Internet surfen – das ist (noch) nicht möglich. Jeder, der das Internet nutzt, hinterlässt Spuren. 

Um deine Privatsphäre einigermaßen zu schützen, kannst du bei allen Diensten, die du nutzt, deine Privatsphäre-Einstellungen streng vornehmen, möglichst wenig im Internet über dich preisgeben, anonym surfen, Cookies beim Schließen des Browsers löschen oder deaktivieren, Google, Bing, Amazon, Microsoft, Facebook & Co. und all die anderen Datenkraken nicht verwenden und einiges mehr. Es gibt für (fast) alles Alternativen.

Auch wenn du das Internet anonym bzw. verschlüsselt nutzt, besteht immer die Gefahr, dass deine persönlichen Daten durch Trojaner und ähnliche Malware ausspioniert wird. Deshalb solltest du immer ein aktuelles Antivirenprogramm verwenden und deinen Computer, dein Smartphone oder Tablet in regelmäßigen Abständen auf Bedrohungen scannen. Am besten in Echtzeit.
Leider nutzen auch Betrüger die Möglichkeiten, weitgehend anonym im Internet zu agieren. Das darfst du nicht außer Acht lassen und musst stets wachsam sein, damit du nicht Opfer von Betrügern wirst. Es besteht immer auch die Gefahr, dass deine personenbezogenen Daten in die falschen Hände geraten und für Straftaten missbraucht werden, von denen du gar nichts mitbekommst. Deshalb ist der Datenschutz ein so wichtiges Thema.

 

Mein individueller Grund der Ablehnung der Corona-App

Mein ganz individueller Grund, warum ich die App nicht installiere, ist unter anderem, dass ich seit Mitte März 2020 kaum noch unter Menschen komme. Ich bleibe FREIWILLIG zu Hause und werde rührend von meiner Familie versorgt und unterstützt. 
Ich unternehme lediglich kleine Spaziergänge im Park meines Wohngebietes und kaufe mir bestenfalls mal etwas auf dem Wochenmarkt. Natürlich unter Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstandes. 

Ich benutze seit Mitte März zudem keine öffentlichen Verkehrsmittel. Ein Taxi fährt mich jede Woche in die Charité zur Chemo-Therapie und wieder nach Hause. Dort trage ich die vorgeschriebene Mund-Nasen-Maske, obwohl ich weiß, dass sie mich nicht schützt, sondern mir eher schadet und ich große Atemprobleme damit habe. Und natürlich wasche ich mir sehr oft die Hände und desinfiziere sie auch.

Ich habe aber auch einen technischen Grund. Die ununterbrochene Aktivierung von Bluetooth stellt ein IT-Sicherheitsproblem dar, dem ich mich nicht aussetzen will.

 

 

Antworten auf viele Fragen zur Corona-App

 

Schützt mich die App vor einer Corona-Infektion?

Nein, die Corona-App schützt dich nicht davor, dich mit dem Coronavirus Covid-19 anzustecken. Das ist auch nicht die Aufgabe, der App, wie oben erläutert.

 

Ist die Corona-App wirklich kostenfrei?

Ja, die App kann kostenfrei durch jeden Nutzer auf sein Smartphone oder Tablet installiert und genutzt werden.
Aber es ist Augenwischerei, denn jeder Nutzer ist ja auch Steuerzahler. Und in Wirklichkeit zahlt jeder Steuerzahler dafür seinen Anteil an den immerhin 68 Millionen € in diesem und nächsten Jahr.

 

Wer verdient an der Corona-App?

Die Bundesregierung hat die Zahlen veröffentlicht, die detailliert aufschlüsseln, wie viel die Corona-Warn-App insgesamt kostet und wer wie viel Geld damit verdient.
Da kann einem schon mal die Kinnlade herunterfallen.
Für Wartung, Pflege und Betrieb der App und anderer Komponenten veranschlagt der Bund in diesem und im kommenden Jahr insgesamt rund 48 Millionen Euro, statt der vorher genannten 20 Millionen. In dieser Summe sind die Umsatzsteuer drin, die zum Teil ja an den Staat zurückfließt. Dazu sollten noch 2,5 Millionen bis 3,5 Millionen Euro pro Monat für die laufenden Betriebskosten kommen.

Nach der Auflistung der Bundesregierung entfallen  auf den Softwarekonzern SAP rund 9,5 Millionen Euro für die App-Entwicklung, zuzüglich Umsatzsteuer, plus zwei Millionen für die Wartung der Software in den Jahren 2020 und 2021.
Auf die Telekom-Tochter T-Systems entfallen 7,79 Millionen Euro für die Inbetriebnahme sowie 43 Millionen Euro für den Betrieb der App, für die Wartung und den Betrieb der Server, die Infrastruktur, die IT-Security sowie die Hotline (natürlich auch plus Steuern).
Für Werbemaßnahmen hat die Bundesregierung zunächst 3,5 Millionen Euro geplant.
Quelle: Spiegel

 

Wo funktioniert die Corona-App?

Bisher funktioniert die App nur für Nutzer in Deutschland. Sie ist nicht kompatibel mit ähnlichen Apps anderer Länder.
Ich habe allerdings gelesen, dass sie auch funktioniert, wenn sich zwei oder mehr Deutsche im Ausland begegnen, die die Corona-Warn-App vom Robert-Koch-Institut nutzen. Dann soll der Algorithmus auch dort funktionieren. Eine Warnung ist in diesem Fall aber nicht möglich, weil dies bislang nur national funktioniert. Wer ins Ausland fährt, kann sich die autorisierte App des jeweiligen Landes herunterladen und nutzen.

 

Wie viele Downloads werden gebraucht, damit die Corona-App was bringt?

Darüber gibt es unterschiedliche Aussagen. Die Bundesregierung und ihre Projektpartner für die App wollen sich bisher nicht auf konkrete Zahlen festlegen. Die verlässlichste Aussage stammt aus einer Studie der Universität Oxford, in der die Forscher in einem epidemiologischen Modell simuliert haben, wie eine Tracing-App die Ausbreitung des Virus eindämmen könnte. Der Studie zufolge kann die App anfangen zu wirken, sobald 15 Prozent der Bevölkerung mitmachen. Das wären ca. zwölf Millionen Nutzer in Deutschland. Derzeit haben rund 65 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Smartphone. Es sollen mehr als 50 Millionen Smartphones aktiv im Einsatz sein.

 

Wie verbindet sich die App mit dem Smartphone einer fremden Person?

Dafür wird die Bluetooth-Verbindung genutzt. Was Bluetooth ist, habe ich leicht verständlich in diesem Video erklärt.
Klicke auf das Vorschaubild, um das Video zu starten.
https://youtu.be/-ge_1B686DU

 

Warum läuft die App nicht auf allen Smartphones?

Derzeit gibt es in Deutschland ca. 50 Millionen aktive Smartphones nach Auskunft der Telekom.

Die Corona-App setzt Android 6.0 oder iOS 13.5 voraus, damit sie installiert werden kann. Google und Apple öffnet die Bluetooth-Schnittstellen nur für Geräte, auf denen diese Versionen der Betriebssysteme Android und iOS laufen.
Das Update der Apple-Geräte auf das Betriebssystem iOS 13.5 lässt sich jedoch auf dem iPhone 6 und älteren Modellen nicht installieren. 
Auch die Installation auf Huawei-Geräten ist momentan noch problematisch. Neuere Android-Geräte von Huawei haben keine Google-Dienste. Huawei will jedoch die App mit nachgebauten Google-Diensten auf seinen neuesten Android-Smartphones zum Laufen bringen. Auf Google-freien Android-Versionen wird die Corona-App jedoch nicht laufen.

Dazu kommt, dass viele, besonders ältere Smartphone-Nutzer nicht wissen, dass und wie sie Apps manuell oder automatisch aktualisieren müssen.
Sprich mit mir, ich erkläre es dir.

 

Warum verlangt die App auf Android-Geräten die Standortfreigabe?

Auf Android-Smartphones verlangt die App die Standortfreigabe. Wenn du dem nicht zustimmst, kannst du die Corona-App nicht installieren.
Ist deine Standortfreigabe aktiviert, bekommst du davon gar nichts mit, denn dann erscheint der Hinweis nicht.
Mit der Standortfreigabe einer App haben andere Apps mit der Berechtigung zur Standortermittlung Zugriff auf den Gerätestandort.
Die Verantwortung dafür liegt natürlich nicht bei der Bundesregierung, sondern bei Google als Android-Anbieter. 
„Für Benachrichtigungen zu möglicher Begegnung mit Covid-19-Infizierten wird der Gerätestandort jedoch nicht genutzt.“ ist in dem eingeblendeten Hinweis zu lesen.
Die Corona-App nutzt kein GPS, sondern ausschließlich Bluetooth.

Du solltest also prüfen, welchen Apps du bereits einen Standortzugriff erlaubt hast. Mit der Installation und Nutzung der Corona-Warn-App kann der Standortzugriff anderer Apps erneut aktiviert sein.
In der Liste der Apps, denen die Standortermittlung erlaubt wird, wird allerdings die Corona-Warn-App nicht aufgeführt.
Und leider ist die Menüführung nicht bei allen Smartphones gleich, aber immer geht es über die Einstellungen.
Mögliche Wege zur Liste der Apps:

  • Einstellungen/Apps/App-Berechtigungen/Standort
  • Einstellungen/Standort/App-Berechtigung
  • Einstellungen/Standortzugriff/Standort
  • Einstellungen/Standort/Standortzugriff

 

Warum verlangt die App Zugriff auf die Kamera?

Solltest du Kontakt mit einer infizierten Person gehabt haben, musst du den QR-Code des Labors scannen, an das die Information weitergegeben wird. Dafür wird die Kamera deines Smartphones benötigt.

 

Muss das Smartphone eingeschaltet sein, wenn ich unterwegs oder auf einer Veranstaltung bin?

Ja, es muss eingeschaltet und die Übertragung der mobilen Daten und Bluetooth müssen aktiviert sein, wenn du unterwegs bist oder an einer Veranstaltung teilnimmst, wo auch andere Menschen um dich herum sind.
Andernfalls kann dein Smartphone keine Verbindung zu anderen Smartphones in deiner direkten Umgebung aufnehmen. Das ist jedoch Voraussetzung, dass die Corona App ihre Aufgabe erfüllen kann.
Wenn du an deinem Gerät Bluetooth ausschaltest, funktioniert die Nachverfolgung also nicht mehr zuverlässig.
Mit anderen Worten: wer A sagt, muss auch B sagen. Sprich, wenn du die App installierst, musst du dein Smartphone eingeschaltet lassen sowie mobile Daten und Bluetooth aktiviert haben.

 

Wie sieht es mit der Strahlenbelastung aus?

Natürlich wirst du, wenn du dein eingeschaltetes Smartphone direkt am Körper trägst, auch der Strahlenbelastung ausgesetzt.
In diesem Video erkläre ich dir, was G5 ist und ob G5 Segen oder Fluch für die Menschheit aus meiner Sicht ist.

 

Verbraucht die Corona-App Speicherplatz?

Selbstverständlich verbraucht die App auch Speicherplatz auf deinem Smartphone. Bei Nutzern, die eh schon viele Apps installiert haben oder ein Smartphone mit zu wenig Speicherkapazität nutzen, kann´s da schon mal eng werden.

 

Verbraucht die Corona-App Datenvolumen?

Ja, es werden Daten übertragen, die sollen aber innerhalb Deutschlands bei keinem deutschen Anbieter zu Lasten deines mit dem Provider vereinbarten oder mit einer Karte gekauften Datenvolumens gehen.
Die App funkt je nach Smartphone-Modell im Abstand von zweieinhalb bis fünf Minuten eine anonymisierte Identifikationsnummer 16 Mal in die nähere Umgebung. Zugleich lauscht das Telefon, ob es Bluetooth-Signale von anderen empfangen kann. Halten sich Nutzer, die beide die App laufen haben, nebeneinander auf, tauschen die Smartphones ihre IDs aus. Für das Senden und Empfangen der IDs über Bluetooth werden keine Mobilfunkdaten benötigt. Das funktioniert also auch, wenn dein Smartphone kein Netz hat.

 

Belastet die Corona-App den Akku-Verbrauch?

Da in deinem Smartphone ständig Bluetooth aktiv und damit ununterbrochen auf der Suche nach Geräten ist, mit denen es sich verbinden kann, wird natürlich auch Strom verbraucht. Und natürlich wird auch Strom verbraucht durch das ständige Funken der anonymisierten Identifikationsnummer in die Umgebung. Außerdem können andere Anwendungen, wie Social-Media-Clients oder E-Mail-Programme, aus dem Ruhezustand aufwachen und verbrauchen dann ihrerseits auch Strom.
Das alles geht zu Lasten deines Akkus, das heißt, du musst ihn viel öfter aufladen und ist vielleicht gerade dann leer, wenn du dein Smartphone dringend nutzen willst.
Als Lösung kannst du zwar stets eine Powerbank mit entsprechendem Ladekabel bei dir haben. Aber willst du das?

 

Kann ich Bluetooth ausschalten?

Die App braucht Bluetooth, damit andere Nutzer der Corona-App deinen geheimen Code laden können. Wenn du an deinem Gerät Bluetooth ausschaltest, funktioniert die Nachverfolgung also nicht mehr.
Mit anderen Worten: wer A sagt, muss auch B sagen. Sprich, wenn du die App installierst, musst du Bluetooth eingeschaltet lassen.
Es spricht aber nichts dagegen, an deinem Smartphone Bluetooth abzuschalten, wenn du zu Hause bist.

 

Kann ich die Benachrichtigungen der Corona-App abschalten?

Das wirst du schon können, aber was nützt dir dann die App überhaupt? Dann kannst du sie auch direkt wieder deinstallieren.
Du kannst die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

 

Warum warnt die App vor einem niedrigen Risiko?

Die App warnt dich trotzdem, auch wenn du davon ausgehst, keinen Kontakt zu infizierten Person gehabt zu haben, „um dich nicht in Sicherheit zu wiegen“. Auch, wenn die App keinen Alarm auslöst, könntest du durch eine kurze aber enge Begegnung oder eine Begegnung, bei der du kein Smartphone dabei hattest, infiziert sein. 

 

Ist die Corona App gegen Falschmeldungen geschützt?

Es ist mir nicht bekannt, inwieweit die App sicherstellt, dass keine Falschmeldungen versendet werden, um noch mehr Panik zu verbreiten.
Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus soll durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert werden.

Es ist eine freiwillige Aktion, ob er die Information weiter gibt, wenn er nachweislich infiziert ist.

 

Ist der Nutzen der Corona-Warn-App garantiert?

Ob die App am Ende den Nutzen bringt, den sich Epidemiologen davon versprechen, wird sich vermutlich erst in einigen Monaten zeigen. So die Aussage der Verbraucherschutzentrale.

 

Entsteht mir ein Nachteil, wenn ich die App nicht installiere?

Nein, denn die Nutzung der App ist freiwillig. Die Justizmininisterin mahnte zur Sorgfalt im Umgang mit der Corona-App. Es dürfen keine gesellschaftlichen Nachteile daraus folgen, wenn jemand die App nicht nutzen will. Zum Beispiel dürfe der Zugang zu Behörden, Geschäften, Restaurants und Arbeitsplätzen unter keinen Umständen von der Nutzung der Corona-Warn-App abhängig gemacht werden.

 

 

Worauf richtest du deine Aufmerksamkeit?

Allein durch die Statusmeldungen in deinen Benachrichtigungen über dein bestehendes Risiko schenkst du der App ständige Aufmerksamkeit und, wie oben schon beschrieben, beginnt hier das Gesetz der Anziehung zu wirken.

Kannst du dich an früher erinnern, als du jeden Winter einen grippalen Infekt hattest und das jedem erzählt hast?
Und prompt hattest du jeden Winter deine Grippe. Es ging mir nicht anders. Man spricht hier auch von selbsterfüllender Prophezeiung.
Wenn du nun dauernd damit beschäftigt bist zu überlegen, ob du Kontakt mit einer infizierten Person hattest, was meinst du, was passiert?
Andere Beispiele dafür, was passiert abhängig davon, wohin du deine Aufmerksamkeit richtest, habe ich weiter oben geschildert.
Denk mal drüber nach …

 

Gern kannst du mir deine Meinung zu dem Thema in die Kommentare schreiben.